Handfächer

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Flower

Unfolding Beauty – The Art of the Fan

The Collection of Esther  


1988

Fächer (von von Alexander F. Tcherviakov)

Die kulturgeschichtlichen Wurzeln des Fächers reichen bis in das Altertum zurück. Ursprünglich diente dieser Gegenstand als Sonnenschutz, als ein verschaffendes und zum Verscheuchen unliebsamer Insekten benutztes Zubehör. Die ersten Prototypen der uns bekannten Formen und Arten lieferte höchstwahrscheinlich Natur: einen Zweig, ein großes Laubblatt, ein Büschel .


Über den Ursprung des eigentlichen Fächers wird aus zahlreichen Gegenden und in den Mythen verschiedener Völker und verschiedener Länder berichtet, wobei ein jedes ihn für sich beansprucht.

Fächer – Spiegelbilder ihrer Zeit

Der Katalog präsentiert in über 200 Farbabbildungen ausgewählte Fächer aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung Barisch im Faecher Kabinett Bielefeld. Der Bogen spannt sich von Ostasien bis zum und führt die Mannigfaltigkeit der Kollektion vor Augen. Der Katalog präsentiert einen Streifzug durch die Kulturgeschichte des Fächers, wobei Fächer mit historischem Hintergrund den Sammlungsschwerpunkt bilden. Exportfächer von lebhafter Farbigkeit aus China wetteifern mit dem schimmernden auf japanischen Elfenbein-Brisefächern und dokumentieren fremde Kulturen. Aus Ostasien gelangte Mitte des 17. Jahrhunderts der Faltfächer nach Europa und erlebte hier im 18. Jahrhundert seine Blütezeit. Motive aus der griechischen Götterwelt, die “sc nes galantes” und “fetes champetres” nach Watteau und zieren diese des Rokoko, kündeten 1783 von der Eroberung des Luftraumes. Ein zierlicher Fächer aus Eisenkunstguss spiegelt preußisches Nationalbewus stsein wieder. Der Stilpluralismus prägt die Fächer des 19. Jahrhunderts. Kunstvoll geschnitzte Gestelle, oft von prächtigen Deckstäben in hervorragender Goldschmiedearbeit und gerahmt, tragen die detailliert gemalten Blätter. Fächer von Carl Faberge, des , prunken mit schimmerndem Guilloche-Email. Exponate fürstlicher, königlicher und kaiserlicher Provenienz gewähren Einblicke in historische Hintergründe und dynastische Verflechtungen. Zur Weltausstellung 1873 in Wien wurde die eigenständige Gruppe der farbenprächtigen Schmuckfächer mit Wiener Punzen vorgestellt. Um 1900 beherrschte der Jugendstil mit seinen schwingenden Formen den Fächer, Blatt und Gestell verschmolzen zu einer Einheit. In der Kombination zahlreicher Farbabbildungen mit fundierten Einführungstexten und Katalogbeiträgen wird die Kunst- und Kulturgeschichte des Fächers mit der Lust am Schauen verbunden. Nicht zu Unrecht gilt die Sammlung Barisch mit ihren außergewöhnlichen Unikaten und prächtigen Schmuckfächern als eine der exquisitesten Fächersammlungen.